Zehnthaus


Das ehemalige Zehnthaus, das älteste noch existierenden Haus in Oberg soll abgerissen werden. (Nur die Kirche ist älter)
Auf dem Grundstück an der Ecke Oststraße/Wohlenbergstraße soll neu gebaut werden.
Bei der Immobilien-/ Grundstücksuche in Oberg findet man zwei unterschiedliche Pläne:
  • in einer älteren Variante waren zwei Reihenhäuser mit drei bzw. vier Einheiten zu erkennen,
  • in der neuen Variante vier Stadtvillen, von denen eine schon als "verkauft" gekennzeichnet ist.

Am Freitag, den 19. März wurde der erste riesige Container bereit gestellt. Das Schrottauto neben dem alten Wohnwagen war bereits nicht mehr da, ein anderes ans Licht gezerrt worden.

Update 23. März: Büsche, Bäume etc sind entfernt, man kann das Zehnthaus jetzt noch einmal gut sehen.
Update 30. März: Die Dächer sind abgedeckt, Fussböden und Decken entfernt.

In der Ausgabe 2 der Oberger Blätter vom Juni 1988 berichtet Hans Sievers von der Idee des noch jungen Heimat-Vereins Oberg, das Haus Minnigerode, wie es nach den damals letzten Eigentümern genannt wurde, als Begegnungs- und Schulungsstätte, Gemeindebücherei mit Lesestube und Aufbewahrungsstätte heimatlichen Kulturguts für den Ort zu erhalten. Doch dafür reichten letztendlich die finanziellen Mittel nicht. Da für das Gebäude kein Denkmalschutz bestand, gab es auch keine Aussichten auf Fördermittel.

Die Denkmaleigenschaft wurde damals vom Amt für Denkmalpflege u.a. deshalb verneint, weil (Reihenfolge ohne Gewichtung):
  • .. "die Zehntscheune ist jedoch nicht mehr vorhanden"
  • "Das Untergeschoss ist mindestens an einer Ecke massiv unterfangen (aufgemaltes Fachwerk)."
  • "Die ursprüngliche Fenstersituation ist unklar, da vermutlich Öffnungen verschlossen wurden. Heute sind etwa drei bis vier Fenstertypen vorhanden (ca. 1870-1930)"
  • "Das ursprünglich wohl symmetrisch (?) gegliederte Gebäude ist in seinem Erscheinungsbild durch diese substantiellen Veränderungen gestört."

Update 30.03.2021